416.444 Läuferinnen und Läufer haben ihn bereits bewältigt, am
28. September 2003 erwartet Horst Milde, Race-Director des real,-
BERLIN-MARATHON bei der 30. Jubiläumsausgabe des Marathon-Klassikers in
Berlin weitere 35.000 Starter.
Mit einer derartigen Entwicklung hätte sicherlich niemand gerechnet,
als Horst Milde 1974 zum ersten Mal den Marathon veranstaltete, damals noch
unter dem Titel "Berliner Volksmarathon" - gerade einmal 286
Läufer starteten in jenem Jahr in der Waldschulallee 86 und liefen am
Rande des Grunewalds mit dem Ziel am Mommsenstadion.
Der runde Geburtstag schliesst drei Jahrzehnte Berliner, Deutscher und
Internationaler Laufgeschichte ein. Unvergessene Momente, wie der erste
City-Marathon 1981 (damals 3.486 Starter aus 30 Nationen), bei dem die
"Verrückten", wie die Organisatoren angesichts ihrer utopisch
scheinenden Pläne noch im Vorfeld des Laufes genannt wurden, aus dem Wald
kommend, die Stadt eroberten.
1990 fand der legendäre "Vereinigungslauf" statt, bei dem
25.000 Menschen aus 61 Nationen gemeinsam das Brandenburger Tor von West nach
Ost, unter den Augen der Weltöffentlichkeit - drei Tage vor der deutschen
Wiedervereinigung - , durchquerten. Steve Moneghetti aus Australien lief als
Sieger mit 2:08:16 Weltjahresbestzeit und leitete mit dieser Leistung (erste
Zeit unter 2:10:00 in Berlin) eine Entwicklung ein, die Berlin zu einem der
Spitzenmarathon der Welt werden ließ.
Den ersten Weltrekord in Berlin lief allerdings, noch auf der alten
Grunewaldstrecke, Christa Vahlensieck beim 4. BERLIN-MARATHON am 10.09.1977
innerhalb der Deutschen Marathonmeisterschaften, mit 2:34:48. Noch
spektakulärer verlief dann am 20.09.1998, bei der 25. Auflage des
BERLIN-MARATHON, als Ronaldo da Costa aus Brasilien völlig
überraschend das Rennen in neuer Weltrekordzeit von 2:06:05 Stunden auf
dem Kurfürstendamm gewinnen konnte und im Ziel vor Begeisterung sofort ein
Rad schlug.
Damit durchbrach er als erster Marathonläufer zugleich eine
Schallmauer, denn nie zuvor wurden die klassischen 42,195 Kilometer mit einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 und mehr Stundenkilometern gelaufen.
1999 folgte Tegla Loroupe aus Kenia mit dem Weltrekord der Frauen in 2:20:43
Stunden.
Beim 28. real,- BERLIN-MARATHON am 30. September 2001 wurde erneut
Leichtathletik-Geschichte geschrieben. Naoko Takahashi, die 29-jährige
Olympiasiegerin von Sydney 2000 aus Japan, ist als erste Frau die klassische
Distanz von 42,195 km in unter 2:20 Stunden gelaufen. Nach 2:19:46 Stunden lief
sie auf der Tauentzienstraße ins Ziel, und in Japan feierten die Menschen
ihre Nationalheldin.
32.752 Läufer und Läuferinnen aus 90 Nationen nahmen in 2002 am
real,- BERLIN-MARATHON teil. Naoko Takahashi wiederholte ihren
spektakulären Vorjahressieg und drei kenianische Läufer spurteten auf
der Tauentzienstraße um den Sieg. Alle drei liefen unter 2:07:00. Der
glückliche Sieger war Raymond Kipkoech in 2:06:47.
SCC-RUNNING war zum dritten Mal Gastgeber der Deutschen
Marathonmeisterschaften, die innerhalb des 100-jährigen Jubiläums des
SCC zum 75. mal durchgeführt wurden.
2003 nun wird zum 30. Mal nach Berlin eingeladen, um gemeinsam die 42,195 km
lange Marathonstrecke in Berlin zu absolvieren. Wie in den Jahren zuvor, wird
auch diesmal wieder mit dem vorzeitigen Erreichen des Teilnehmerlimits von
35.000 Läufern gerechnet.
"In den vergangenen Jahren gingen weit mehr Anmeldungen in unserem
Laufbüro, als Teilnehmerplätze zur Verfügung standen. Zum 30.
Geburtstag des real,- BERLIN-MARATHON könnte es sicherlich erneut dazu
kommen, dasss die Anmeldung frühzeitig geschlossen werden muss", so
Horst Milde.
Ab sofort ist die Anmeldung zum 30. real,- BERLIN-MARATHON möglich.
Entweder per Papierformular, dass im Internet oder über das SCC-RUNNING
Laufbüro bezogen werden kann oder ab dem 04.12. direkt im Internet unter
www.berlin-marathon.com (per Kreditkarte oder Lastschrift),
Für Inline-Skater werden alle Einzelheiten, die Ausschreibung und die
Anmeldung, ab dem 01. Januar 2003 verfügbar sein.